Sprung in der Schüssel

Eine performative Wertschätzung von Bruchstellen für Streichquartett, Publikum & Gefäße
Für Menschen von 8 bis 99 Jahren // Dauer: 35 Minuten

Sprung in der Schüssel ist ein musikalisches Ritual inmitten von Gefäßen, die von 5000 Jahren Kulturgeschichte erzählen. Jedes Exponat der Ausstellung „Begegnungen” im Roemer- und Pelizaeus-Museum wurde von Hand geformt – Quartett PLUS 1 und das Publikum werden zu einer Gemeinschaft auf Zeit und machen ihre Hände zum wichtigsten Instrument. Die Streichquartett-Kompositionen von Karin Rehnqvist, Wu Man und Rune Tonsgaard Sørensen verbinden die Handelnden mit den Gefäßen: es treten versteckte Risse und Sprünge ans Licht, werden hervorgehoben und vergoldet. „In allem gibt es einen Riss. Nur so kommt Licht hinein.“

Idee, Konzept, Entwicklung: Verena Ries & Quartett PLUS 1 // Mit: Kathrina Hülsmann – Viola, Aurelia Lampasiak – Violine, Katharina Pfänder – Violine, Lisa Stepf – Violoncello // Regie: Verena Ries // Licht und Dokumentation: Jörg Finger // Stimme: Yoshii Riesen // Audioediting: Markus Neumann // Graphikdesign: Lowlypaper // Assistenz: Theresa Wagner

Termine

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
Im November 2019 fanden Premiere und Preisverleihung von “Sprung in der Schüssel” im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim statt. Im Mai 2020 erfährt das Projekt in der installativen Adaption “Sprung in der Schüssel – Extra” dort eine Fortführung, gefördert durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Eine Produktion von Das ist erst der Anfang e.V. im Rahmen des Projekts Wissensspeicher Musik (Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim und Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim). Ausgezeichnet mit dem Förderpreis Musikvermittlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und von Musikland Niedersachsen, gefördert durch die Friedrich Weinhagen Stiftung.

Pressestimmen

Es ist eine mythisch-musikalische Wanderung und ein theatraler Ritus: In der Finsternis nimmt die Geschichte ihren Anfang. Doch bald tasten sich viele einzelne, zaghafte Lichter durch das Dunkel im Museum. Die Musik der vier Performerinnen ist sphärisch, archaisch, heiter und traurig zugleich und stammt aus verschiedensten Kulturkreisen der Welt. Die Musik wird eins mit dem Licht und wandert mit den jungen Zuschauenden von Raum zu Raum. (…) Die Welt aus Ton ist in ihre Einzelteile zerschlagen, wird von der Gruppe geteilt und in ein neues, sakrales Licht gerückt. So wird die zerstörte Keramik nicht heil, aber neu. Und zu mehr als der Summe ihrer Teile. Der hier erzeugte Zauber ist nicht aus Keramik, aber genauso zerbrechlich. Ein schönes, etwas krudes und unheimlich atmosphärisches Stück. (Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 3.12.2019)